"JSC meets OSP"

Zweites Sommerfest des JSC Heidelberg und Workshop-Modul VI mit Verabschiedung von Selina Dietzer zur WM

Nach dem durchweg positiven Feedback des letzten Jahres wiederholte der JSC Heidelberg sein Konzept, das Sommerfest gemeinsam mit der Talentgruppe des OSP und verstärkt durch die Workshop-Judoka aus dem überregionalen Großraum zu veranstalten. Anders als im letzten Jahr, als das Fest im SRH Heidelberg stattfand, wurde dieses Jahr der Olympiastützpunkt (OSP) Heidelberg als Ort des Geschehens ausgewählt.

Outdoor-Judo am Morgen

Outdoor JSC Heidelberg Sommerfest 2011

Um 9 Uhr morgens ging es mit einem abwechslungsreichen Outdoor-Programm los: die beiden Landestrainer Rok Kosir und Janos Bölskei hatten sich für die fast 50 Judoka aus der ganzen Region (von Kippenheimweiler über Heubach und Mosbach bis Mannheim) viele Übungen ausgedacht, und alle waren unter freiem und trockenem Himmel engagiert bei der Sache.

Gleichzeitig bauten die anwesenden Eltern nebenan alles für das Sommerfest auf: Tische, Bänke, Grill und Pavillons. Erfreulicherweise schlossen sich auch viele Eltern spontan dem „Aufbautrupp“ an, so dass alles reibungslos voranging. All jenen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Mittagspause

Zur Mittagszeit gegen 12 Uhr waren dann auch die Hamburger auf dem Grill fertig für die mittlerweile hungrigen Judoka. Viele fleißige Hände hatten alle möglichen Beilagen vorbereitet, damit sich jeder den Hamburger seiner Wahl zusammenstellen konnte.

Dementsprechend gut und entspannt war die Stimmung bereits zu diesem Zeitpunkt. Als dann die Judoka noch auf den weitläufigen Wiesen hinter der OSP-Halle ihrer Mittagspause frönten, ging der „Aufbautrupp“ daran, die Bühne für die beiden Live-Acts vorzubereiten.

Indoor-Judo am Nachmittag, Judo in Zeitlupe und Pantomimen-Judo

Wayan de Vries (JSC Heidelberg) und Selina Dietzer (TV Mosbach) demonstrieren "Pantomimen-Judo"
Wayan de Vries (JSC Heidelberg) und Selina Dietzer (TV Mosbach) demonstrieren "Pantomimen-Judo"

Gegen 13 Uhr begann der zweite Teil des Judo-Workshops. Am Ende der anstrengenden Judo-Einheiten überraschten Selina Dietzer (TV Mosbach), Wayan de Vries und Mona Frühauf (beide JSC Heidelberg) mit zwei Vorführungen: zum einen „Judo in Zeitlupe“, und dann „Pantomimen-Judo“, bei dem beide Kämpfer in circa drei Meter Abstand stehen und dabei die gleichen Bewegungen machen als würden sie tatsächlich kämpfen. Wenn also Wayan einen Wurfansatz machte, so sah man Selina diesen mit einem entsprechenden Griff abzuwehren. Den tatsächlichen Wurf sah man dann räumlich versetzt! Dies machte auf alle anwesenden Judoka und Eltern mächtig Eindruck und wurde unter viel Applaus gewürdigt.

Selina mit den besten Wünschen zur WM verabschiedet

BJV-Präsident Wolfgang Drissler überreicht Selina Dietzer (TV Mosbach) die badische Landesfahne
BJV-Präsident Wolfgang Drissler überreicht Selina Dietzer (TV Mosbach) die badische Landesfahne

Unter den Applaudierenden waren auch der badische Judo-Präsident Wolfgang Drissler und Pressereferentin Ursula Braun. Damit war jedem Workshop-Teilnehmer klar, dass es mit diesem Workshop noch etwas Besonderes auf sich hatte. Tatsächlich ergriff Wolfgang Drissler im Anschluss das Wort, um aus der Mitte der Judoka Selina Dietzer vom TV Mosbach herauszuholen und ihr die besten Wünsche für die anstehende U17-Weltmeisterschaft im August auf den Weg zu geben. Er betonte die Tatsache, dass Selina die erste badische Judoka seit 15 Jahren sei, die an einer U17-Weltmeisterschaft teilnehmen dürfe und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die vielen anwesenden Judoka sie als Vorbild nähmen, um ihr nachzueifern. Am Schluss lobte er die beiden anwesenden Landestrainer Rok und Janos und schloss dabei alle abwesenden Landestrainer in sein Lob mit ein, denn sie seien alle ganz maßgeblich an den derzeitigen Erfolgen der badischen Nachwuchs-Judoka beteiligt. Als Zeichen seiner Verbundenheit übergab er Selina zum Abschluss die badische Landesfahne, die ihr Glück zur anstehenden Meisterschaft bringen und als Anerkennung für das bereits Geleistete stehen soll.

"Black & Beauty" heizt dem Sommerfest ein

Nach dem Ende des Workshops gegen 16 Uhr sollte dann das "JSC meets OSP"-Sommerfest beginnen. Nachdem JSC Präsident und Mitgründer der OSP Talentgruppe Lars Grenacher via Mikrofon alle Gäste begrüßt und sich bei den vielen Helfern bedankt hatte, setzten sich viele zunächst einmal bei Kaffee und Kuchen gemütlich an einen Tisch, während sich andere beim reichhaltigen Salatbuffet und frisch Gegrilltem bedienten. Ruhig und beschaulich blieb es allerdings nicht lange, denn ein Mitglied aus der engagierten JSC-Elterngruppe griff zur Gitarre und heizte zusammen mit seinem Bassisten und Schlagzeuger kräftig ein. Es war der erste Auftritt der vor einem Jahr gegründeten Band, die vor allem den Punk-Freunden unter dem Publikum ordentlich gefiel.

"Pride & Joy" rundet gelungenes Sommerfest ab

Pride & Joy: (v.l.n.r) Matthias Straub, Jürgen Streib, Thomas Metzger, Rudi Frühauf, Tobias Weiß
Pride & Joy: (v.l.n.r) Matthias Straub, Jürgen Streib, Thomas Metzger, Rudi Frühauf, Tobias Weiß

Bis die Rock- und Bluesband „Pride & Joy“ mit den zwei JSC-Eltern Rudi Frühauf (Bass) und Tobias Weiß (Keyboards) am frühen Abend die Bühne übernahm hatte sich das Areal gut gefüllt. Vom Wetter begünstigt und von der tollen Stimmung angetrieben legten die vier Musiker von „Pride & Joy“ mit dem Klassiker „I shot the Sheriff“ los. Für „All Summer long“ und „Proud Mary“ gesellte sich Matthias als Sänger dazu. Als Abschluss des ersten Sets gab es die Rock-Version von Joe Cocker´s legendärem „Letter“. Jetzt war endgültig klar: der JSC kann nicht nur Judo, sondern auch Musik! Im zweiten Set wechselte erneut die Besetzung, als nämlich Schlagzeuger Thomas nach vorne trat, um seine Qualitäten als Sänger von „Mustang Sally“ unter Beweis zu stellen. Am Schlagzeug vertrat ihn dabei sein Vater Peter, der kurz vorher noch dankenswerterweise als Grillmeister seine Hände im Spiel hatte. Zum Abschluss ließen es sich Gitarrist Jürgen und Thomas (jetzt wieder am Schlagzeug) nicht nehmen, eine extra-lange Version von „Long Train Running“ unter dem großen Beifall des Publikums abzuliefern.

Danke - Danke - Danke

Damit war gegen 20 Uhr ein rundum gelungenes Sommerfest zu Ende gegangen. Der JSC Heidelberg bedankt sich bei allen Gästen für ihr Kommen und bei allen Helfern und Helferinnen für ihre tatkräftige und finanzielle Unterstützung. Ebenso gilt der Dank dem OSP Heidelberg für die Bereitstellung der „Location“ und dem Hausmeister für die große Hilfsbereitschaft. Zu guter letzt darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass ohne unseren Rudi als Drahtzieher und Organisator das "JSC meets OSP"-Sommerfest 2011 undenkbar gewesen wäre.

Weitere Links:

Fotogalerie (über 200 Bilder zum Genießen und Erinnern)

Videos (Judo in Zeitlupe und Pantomime, Pride & Joy mit einem Blues)

Bericht des Badischen Judo-Verbandes